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Sieger des Velux Architekten-Wettbewerbs stehen fest

Am 10. Oktober fand die Preisverleihung des Velux Architekten-Wettbewerbs im Hamburger Szenerestaurant KRUG statt. Die Preisträger von links nach rechts: Björn Schmidt (Julien Kiefer & Bjoern Schmidt Architektur), Antonia Ottinger (Ottinger Architekten), Isabella Leber und Martin Pool (Pool Leber Architekten), Helga Blocksdorf und Ellen Staib (Helga Blocksdorf Architektur), Camilo Hernandez (wulf architekten gmbh). (Foto: Velux / Christian Augustin)

Helga Blocksdorf Architektur aus Berlin ist die Gewinnerin des diesjährigen Velux Architekten-Wettbewerbs, der unter dem Motto Licht.Raum.Mensch. stand. Die Fachjury aus Architekten und Medienvertretern wählte ihr Projekt „Remise Rosé“ zum Gewinnerobjekt. Gleich doppelt freuen konnte sich das Münchner Büro Pool Leber Architekten. Ihr Projekt „Aufstockung Maxvorstadt“ wählte die Jury auf Platz zwei und die Leser der Zeitschrift Wohnglück sogar auf Platz eins.

Vielfalt der Objekte

Wie unterschiedlich die vielen Einreichungen beim diesjährigen Velux Architekten-Wettbewerb waren, zeigt auch die Vielfalt der prämierten Objekte: Die Fachjury unter Vorsitz von Hanns Ziegler, Staab Architekten GmbH, wählte mit der Modernisierung eines Bestandsgebäudes zum Wohn- und Atelierhaus, der Dachaufstockung eines Mehrfamilienhauses und dem Neubau einer Schule ganz unterschiedliche Bauprojekte auf die ersten drei Plätze. Siegerin des Wettbewerbs ist Architektin Helga Blocksdorf aus Berlin mit ihrem Projekt „Remise Rosé“: „Die denkmalgeschützte, aber baufällige Remise wurde saniert und um einen Kopfbau ergänzt, der sich logisch aus der Kubatur des Bestandes entwickelt. Die Innenräume lassen die intensive Zusammenarbeit und die starke Identifikation der Architektin mit ihrem Bauherrn erahnen. Wenige, mit Sorgfalt gestaltete Details verleihen den Räumen skulpturale Qualität. Geschickt gelöst ist auch der Einbau der Dachfenster über der Empore. Sie spenden nicht nur Tageslicht, sondern bilden zugleich eine notwendige Raumerweiterung, die diesen äußerst niedrigen Bereich erst sinnvoll nutzbar macht“, erläutert die Jury ihre Entscheidung.

Leserpreis mit fast gleichem Ergebnis

Auf Platz zwei wählte die Fachjury das Projekt „Aufstockung Maxvorstadt“ vom Münchner Büro Pool Leber Architekten. Platz drei ging an wulf architekten gmbh aus Stuttgart für das Projekt „Hessenwaldschule“.
Die über 1,5 Millionen Leser der „Wohnglück“ hatten zudem die Möglichkeit, ihren Favoriten aus der Shortlist der Fachjury wählen. Ohne das Abstimmungsergebnis der Fachjury zu kennen, kamen sie dabei zu einem fast identischen Ergebnis. Von den sieben zur Wahl stehenden Objekten erhielt die „Aufstockung Maxvorstadt“ mit über 20 % die meisten Stimmen. Pool Leber Architekten können sich damit neben dem zweiten Peis der Fachjury auch über den Publikumspreis freuen.

Außer Publikums- und Fachjurypreis gab es dieses Jahr erstmalig mit dem „Velux Favoriten“ noch einen weiteren: Die Mitarbeiter des Velux Deutschland Firmensitzes in Hamburg konnten aus allen Einreichungen ihr Lieblingsprojekt wählen. Klare Siegerin wurde Architektin Antonia Ottinger aus München mit ihrem Projekt „Umbau Einfamilienhaus Bogenhausen“. Insgesamt lobte Velux für die sechs Auszeichnungen ein Preisgeld von 14.000 € aus.

Die unter Denkmalschutz stehende Remise in Berlin wurde von Helga Blocksdorf Architektur in ein Wohn- und Atelierhaus umgebaut.
(Foto: Simon Menges)
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