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Schnoor setzt auf Lagerlogistik 4.0

IT-Leiterin Lea Stelzer entwickelt für Schnoor maßgeschneiderte Software-Lösungen

Enge Liefertermine, Änderungen in letzter Minute – das gehört zum Alltag in der Binderproduktion. Damit Schnoor möglichst flexibel auf Kundenwünsche reagieren kann, produziert das Unternehmen die Projekte erst wenige Tage vor der Auslieferung. Das geht schnell im minutiös getakteten Produktionsdurchlauf.

Gefertigt wird in der Reihenfolge, in der die Dachkonstruktion später auf der Baustelle montiert wird. Den Zuschnitt übernehmen  Fertigungsprogramme und computergesteuerte Maschinen. Die nächste Station für die fertigen Zuschnittpakete: Die Binder-Pressanlage. Seit 2019 werden die Binder hier automatisiert mit Nagelplatten verpresst und zu Fertigbinderpaketen verpackt.

2020 will das Unternehmen noch einen Schritt weiter gehen. „Wir haben Teile unserer Lagerlogistik automatisiert“, erzählt Geschäftsführer Frank Wolf. Denn jetzt in der Hochsaison müssen Zuschnitt- und Fertigbinderpakete von bis zu 180 Bauvorhaben auf dem Werksgelände in Burg zu ihrem Lagerplatz oder zum nächsten Arbeitsschritt bewegt werden. Da wird die Logistik zum Nadelöhr.

Ein im Unternehmen entwickeltes Softwareprogramm optimiert jetzt den Transport- und Lagerungsprozess und beschleunigt so den Produktionsdurchlauf. „Wir sind noch schneller lieferfertig – und das heißt, wir sind noch schneller beim Kunden“, freut sich Wolf.
Die Idee für die softwaregestützte Lagerlogistik 4.0 entstand im Team, umgesetzt hat sie Lea Stelzer. Die IT-Leiterin hat eine Web-Anwendung programmiert, die die Zuweisung von Lagerplätzen automatisiert. Das System hat 3.500 Flächen in unterschiedlichen Kategorien gespeichert. Zu jedem Lagerplatz sind Detailinformationen hinterlegt. Jedem Zuschnittpaket wird ein passender Lagerplatz zugewiesen – optimal für Breite, Höhe, Gewicht und witterungsbedingte Anforderungen des Paketes. Das System erkennt den kürzesten Weg für einen reibungslosen Prozess und welcher Lagerort am besten geeignet ist. Es weiß immer, was zusammengehört und wo es liegt.

„Die Anwendung ist unkompliziert und kann Stück für Stück erweitert werden“, erklärt IT-Leiterin  Stelzer. In der internen Logistik sind die Verlader mit Mobiltelefonen oder Tablets ausgestattet. Für jedes Paket ruft der Verlader über die Projektnummer einen Lagerplatz ab. Jedes Bauvorhaben, das zur Auslieferung kommt, erhält eine Liste mit allen zugehörigen Komponenten und deren Lagerorten. Schnell, unkompliziert und zuverlässig werden alle Bestandteile einer Lieferung zusammengestellt.

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