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Schiefe Ebene

Die Regelwerke fordern fürs Flachdach ein Gefälle von mindestens zwei Prozent. Die dafür nötige Gefälledämmung kann individuell oder mit standardisierten Platten ausgeführt werden.

Gefälledächer bieten für Flachdächer einen erhöhten Schutz vor Feuchteschäden. In einem Schritt wird mit druckfesten keilförmigen Wärmedämmplatten ein Gefälle von mindestens zwei Prozent verlegt und gleichzeitig der nach EnEV geforderte U-Wert erreicht – schon kann das Wasser gezielt abfließen. Gemäß Dachplanung und dem Konzept der Entwässerung wurde von den Herstellern hierfür bisher ein Verlegeplan erstellt und die hierzu notwendigen Gefälleplatten objektspezifisch gefertigt. Neu ist nun eine standardisierte Gefälledämmung mit Kehl- und Gratfüllstücken, die auf jedes Dach passt. Das verkürzt die Lieferzeit, vereinfacht die Lagerhaltung und erleichtert die Verlegung.

Im Gegensatz zu Steildachkonstruktionen kann auf Flachdächern Wasser stehen oder Schnee liegen bleiben. Daher fordern die entsprechenden Regelwerke seit Jahrzehnten ein Mindestgefälle von zwei Prozent, um den Wasserablauf zu beschleunigen. „Ob ein Flachdach mit oder ohne Gefälle gebaut wird, hängt von vielen Faktoren ab“, so Holger Krüger, Leiter Anwendungstechnik
bei Bauder. „Gründe für gefällelose Konstruktionen sind zum Beispiel erdüberschüttete Flächen mit Anstaubewässerung, baurechtliche Anforderungen oder auch reduzierte Anschlusshöhen bei Türen – ansonsten geht nichts ohne ein gut geplantes Gefälledach.“

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