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Sanierung für Fortgeschrittene

Die Bahnhofshalle und die Bahnsteigdächer der Station Hollands Spoor in Den Haag /Holland waren nach 26 Jahren undicht geworden. Eine neue Abdichtung aus EPDM-Bahnen sorgt hier dauerhaft für Abhilfe.

Die Geschichte dieses Bahnhofs reicht bis in die Anfangszeiten der holländischen Eisenbahn zurück. 1843 wurde die Bahnstrecke von Amsterdam nach Leiden bis Den Haag verlängert und dort die Station Hollands Spoor eröffnet. Er ist der älteste Bahnhof von Den Haag und neben der Station Den Haag Central einer der beiden Fernverkehrsbahnhöfe der Stadt. Der Name Hollands Spoor bezieht sich auf die älteste Eisenbahngesellschaft der Niederlande, die Hollandsche IJzeren Spoorweg-Maatschappij, die das Empfangsgebäude errichten ließ – ihr Name steht noch heute an der Backsteinfassade.

Hollands Spoor ist ein Durchgangsbahnhof, durchgehende Züge halten meist hier und nicht in Den Haag Central. Im Lauf der Zeit erwies sich der ursprüngliche Bahnhof als zu klein. Daher wurde knapp 50 Jahre nach der Eröffnung der seinerzeit recht bekannte Architekt Dirk Antonie Nicolaas Margadant (1849 – 1915) mit der Planung eines neuen Bahnhofs beauftragt. Beim Entwurf schöpfte Dirk Margadant aus dem Vollen: Für die monumentale Fassade, deren dreistöckiger Mittelteil von zwei Türmchen geziert wird, mischte er schlichte rote Klinkersteine mit üppigem Fassadenstuck. Dessen allegorische Figuren repräsentieren Kunst, Handel, Industrie und Wissenschaft. Das Bahnhofsdach wird von zwei 17 m breiten Gusseisenkappen gebildet und von gusseisernen Säulen gestützt. Französische Mansardendächer wechseln mit deutschen Kuppeldächern ab. Das Innere des Bahnhofsgebäudes beeindruckt mit zahlreichen innenarchitektonischen Elementen der Neo-Renaissance. Kein Wunder, dass Hollands Spoor unter Denkmalschutz gestellt wurde, um diesen Prachtbau für die Nachwelt zu erhalten.

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