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Sanft wachgeküsst

In Meiningen lag das denkmalgeschützte Volkshaus in einem langen Dornröschenschlaf. Der endete erst 2018 mit der Fertigstellung des neuen Dachs aus rot engobierten Bibern.

Die Vorarbeiten, bis endlich wieder Leben ins Meininger Volkshaus zurückkehren konnte, dauerten lange 18 Jahre. Gerade noch rechtzeitig war das Gebäude einem Abrissantrag der Stadtverwaltung entkommen und von den Denkmalschützern gerettet worden. Doch dann passierte – nichts. Regenwasser drang ein, Vandalen tobten sich aus und stets fehlten Geld und eine Idee, was mit dem großen Gebäude passieren sollte. Ein Förderverein nahm sich schließlich des Hauses an und versuchte unermüdlich, die Rettung des historischen Gemäuers einzuleiten.

Einst als großer Schützensaal geplant und 1913 feierlich eröffnet, wurde es wenig später zum Kriegslazarett. In den 1920er- und 1930er-Jahren fand erneut vielfältiges kulturelles Leben statt, bevor der Schützensaal im Zweiten Weltkrieg wieder als Lazarett und Flüchtlingslager diente. Erst 1947 erhielt das Gebäude seinen heutigen Namen und bot bis 1990 vielen bekannten Bands und Künstlern eine Bühne.

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