Anzeige
Anzeige
Sie sind hier: Startseite » Allgemein » REETDACH: Natur beweist Stehvermögen

REETDACH: Natur beweist Stehvermögen

Eine Forschergruppe hat herausgefunden, dass Cellulose abbauende Pilze und Bakterien nicht in der Lage sind Reet primär zu schaden.


Foto: HISS REET

Cellulose abbauende Pilze und Bakterien sind nicht in der Lage, Reet primär zu schädigen. So das Ergebnis einer Forschergruppe unter Leitung des Mikrobiologen Prof. Frieder Schauer von der Universität Greifswald. Von den etwa 50 000 Reetdächern in Norddeutschland konnte lediglich auf einem Dach der aggressive Weißfäulepilz Pycnoporus cinnabarinus nachgewiesen werden. Das betroffene Reetdachhaus steht in einem Laubwald in Brandenburg und liegt dauerhaft im Schatten. „Wir raten grundsätzlich davon ab, im Wald gelegene Häuser mit Reet zu decken“, sagt Ole Jedack vom Reethändler Hiss Reet (Bad Oldesloe). „Reetdächer müssen nach einem Regenguss zügig trocknen können. Der Schattenwurf im Wald und herabfallendes Laub verhindern das meist.“ Und die dauerhafte Feuchtigkeit macht das Reetdach dann anfällig für Mikroorganismen. Das drückt die Lebensdauer. Neben der fachgerechten Trocknung hat sich ein möglichst niedriger Stickstoffgehalt als vorteilhaft herausgestellt. Darüber hinaus gibt es seit Herbst 2008 eine Neufassung der Fachregeln zur Eindeckung von Reetdächern. Sie regelt u.a. die Hinterlüftung von ausgebauten Reetdächern.

Zurück zur Startseite