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Nur Schwarz auf Weiß zählt

Wer Verträge mündlich schließt, geht ein großes Risiko ein. Kommt es zum Rechtsstreit, muss der Vertragsinhalt nachgewiesen werden. Bei mündlichen Absprachen ist das in den meisten Fällen schwierig.

Das alte, dem römischen Recht entlehnte Rechtsprinzip „Pacta sunt servanda“ ist bis heute ein wesentlicher Grundsatz des deutschen zivilen (Bau-)Rechts. Es besagt: Ist ein Vertrag erst einmal geschlossen, ist sein Inhalt für beide Parteien verbindlich vereinbart, und im Nachhinein ist eine inhaltliche Änderung dieser Vereinbarung nur noch im Einvernehmen, also mit Zustimmung des Vertragspartners, möglich.

Jeder geschlossene Vertrag ist wirksam, egal ob er inhaltlich konkret oder eher allgemein verfasst wurde – und unabhängig von der Form. So meinte schon manch ein Handwerksmeister fälschlicherweise, er habe mit seinem Kunden überhaupt keinen Vertrag geschlossen, weil alles „nur mündlich“ besprochen war. Aber auch eine mündliche Absprache ist ein Vertrag, und alles, was man mündlich vereinbart hat, gilt ebenfalls uneingeschränkt.

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