In dem CO2-neutralen GUTEX Werk werden ab Ende 2023 ökologische Holzfaserdämmplatten aus regionalem Tannen- und Fichtenholz hergestellt. (Foto: Carré Planungsgesellschaft mbH)

Ab September 2023 will Gutex im Gewerbepark Breisgau ökologische Holzfaserdämmplatten aus regionalem Nadelholz herstellen. Damit will das Unternehmen der wachsenden Nachfrage von Bauherren gerecht werden, die ihre Gebäude wohngesund und nachhaltig mit ökologischen Dämmstoffen dämmen wollen. Dämmstoffe aus Holzfasern punkten nicht nur mit bauphysikalischen Eigenschaften, sondern auch mit einem sehr geringen CO2-Fußabdruck.
Die Planung des neuen Werkes soll an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet sein. Einen Pfeiler hierbei stellt die CO2-neutrale Energieversorgung dar: „Photovoltaik erzeugt Ökostrom. Eine Biomasse-Anlage liefert Prozessdampf und -wärme. Weitere Prozesswärme wird von der benachbarten Müllverbrennungsanlage bezogen.“ Um auch den Bau des Produktionsgebäudes klima- und ressourcenschonend zu gestalten, wurde der Baustoff Holz in großen Teilen der Tragwerks- und Fassadenkonstruktion berücksichtigt.

Über 100 Millionen Euro Investment, 120 neue Arbeitsplätze

Insgesamt investiert Gutex im Gewerbepark Breisgau, 30 km südlich von Freiburg, auf sechs Hektar Fläche über 100 Millionen Euro und schafft zum Start der Produktion rund 60 neue Arbeitsplätze. Bei Vollauslastung der Anlage werden es mindestens 120 sein. Das Werk soll ganzjährig im 3-Schichtbetrieb gefahren werden. Die geplante Trockenanlage besitzt eine Produktionskapazität von bis zu 4.800 m³ am Tag. Die Rohdichte der formstabilen und druckbelastbaren Holzfaserdämmplatten liegt je nach Anwendungsbereich zwischen ca. 100 kg/m³ und 190 kg/m³.

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