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Modulbauhaus mit XL-Tellerkopf-Schrauben

Nur drei Wochen dauerte die Bauzeit vor Ort – dann konnten die Bauherren ihr Feriendomizil beziehen. (Bild: privat)

Viele Stadtbewohner träumen von einem Wochenendhaus. Ein Ehepaar aus München hat sich letzten Sommer diesen Traum erfüllt. In Gilgenberg am Weilhart, nur wenige Kilometer hinter der österreichischen Grenze, steht ihr neues 60 Quadratmeter großes Wochenend- und Feriendomizil. Weil die naturverbundenen Bauherren die Atmosphäre von Almhütten ganz besonders schätzen, beschlossen sie, ihr kleines Häuschen ganz aus Holz zu bauen. Für Gemütlichkeit im Wohn- und Schlafzimmer sorgen die sichtbaren Brettsperrholzelemente aus Fichte und Tanne. Mit seiner Lärchenfassade wirkt das Ferienhaus auch schon von außen einladend; harmonisch fügt es sich in die ländliche Umgebung ein.

Module vorfertigen: Heimspiel für Zimmerer

Das Ferienhaus wird nach Österreich gefahren. (Bild: Zimmerei Edhofer)

Die mit dem Bau beauftrage Zimmerei Edhofer mit Sitz im bayerischen Marktl empfahl, das Haus in Modulbauweise aus Brettsperrholz zu errichten. Sie teilte das Gebäude in zwei Wohnmodule mit jeweils rund 10 x 3,5 Metern Länge und mehrere Dachelemente auf. Durch die Dämmung hindurch fixierten die Zimmerer an den Massivholzwänden die Unterkonstruktion für die horizontale Fassadenschalung aus Lärchenholz. Hierbei verarbeiteten sie Teilgewindeschrauben von Heco. Mit der Bemessungssoftware HCS konnten die Zimmerer die Holzbaubemessung auch nach österreichischer Norm problemlos durchführen. Zur Befestigung der einzelnen Elemente wie Wände und Decken verwendeten die Verarbeiter die Heco-Topix Tellerkopf XL-Schraube. Ihr besonderes Merkmal ist ihr großer Tellerkopf. Er misst einen Durchmesser von 22,5 mm und eignet sich dadurch insbesondere zur Ableitung hoher Lasten. „Die Module müssen beim Anheben auf den Lkw und beim Transport einiges aushalten“, so Holzbauingenieur Andreas Edhofer. Wo Horizontalkräfte wirken und Schubkräfte abgeleitet werden müssen – etwa bei der Befestigung der Innenwände – drehten die Zimmerer Topix-CC-Schrauben im 45 Grad Winkel ein. Hierbei wird die abzutragende Last über das Vollgewinde der Schraube abgeleitet.

Vorfertigung so gut wie möglich ausgenutzt

Die Module wurden sicher verschraubt. (Bild: Heiner Heine/vor-ort-foto.de)

Nach zwei Tagen war der Rohbau verschraubt, dann ging es in der Montagehalle an den Innenausbau. „Wir nutzten die Vorteile der Vorfertigung so gut wie möglich aus und ließen die Module hier schon mit Sanitär- und Elektroinstallationen, Badezimmerfliesen sowie Fenstern und Türen ausstatten,“ so Andreas Edhofer, der zusammen mit seinem Bruder Markus erstmalig die Rolle als Generalunternehmer für ein Modulbauhaus innehatte. Der reibungslosen Montage in der Halle schlossen sich das Verladen der Module auf den Lkw und ihr Transport nach Österreich an. Beim Aufbau vor Ort zeigte sich: Die Gebäudeteile hatten den Umzug gut überstanden. Auch als sie in der Luft hingen, hielten die Verbindungen. So mussten die einzelnen Module nun lediglich noch miteinander verbunden werden. Endspurt für die Zimmerei und die Bauherren: Schon drei Wochen später konnten die Münchner ihr Erholungsdomizil beziehen.

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