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Halm an Halm

Ein traditionelles Reetdach ist ein handwerkliches Kunststück, dass sich in vielen Details von anderen Steildächern unterscheidet. Unser Beitrag zeigt, auf welche Handgriffe es ankommt.

Wenn die Reetdachdecker ihr traditionelles Handwerk ausführen, sind sie stets ein Blickfang auf der Baustelle. Ihre Werkzeuge und Arbeitsabläufe sind im Laufe der Jahrhunderte im Wesentlichen die gleichen geblieben. Früher wurde das Reet oftmals mit „Generationenwissen“ gedeckt.

In unserer Zeit haben sich die Ansprüche verändert. Unter anderem muss beim Reetdach heute vielfach der spätere Dachausbau beachtet werden. Der Aufbau der Unterkonstruktion spielt oft eine wichtige Rolle für die lange Haltbarkeit der Reetdeckung. Bei alten Bauwerken müssen die unterschiedlichen Höhen der alten Sparren in der Unterkonstruktion manchmal ausgeglichen
und passend zum Dachverlauf aufgefüttert werden. In der Regel ist dies eine sinnvolle Lösung gegenüber einem Höhenausgleich mit Reet. Die Auffütterung verhindert unterschiedliche Deckschichtdicken und somit unterschiedliche Reethalmneigungen im Dachverlauf.

Ein primäres Ziel ist bei einem Reetdach demnach stets, eine plane Lattung zu erreichen und keine Unebenheiten in der späteren Reetdeckung einzubauen. Schließlich sucht sich das Wasser immer seinen Weg, und Unterbrechungen im Wasserfluss können dazu führen, dass das Reet in diesen Dachbereichen anfälliger für Feuchtebelastungen ist.

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