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Es bleibt spannend

Unterspannungen waren für lange Zeit in vielen neuen Steildächern anzutreffen, werden heute aber oft durch Unterdeckungen ersetzt. Unser Beitrag zeigt, was wann sinnvoll ist.

Über viele Jahre hinweg war das Verlegen einer Unterspannbahn als zusätzliche Maßnahme gegen eintreibende Niederschlagsfeuchtigkeit beim Steildach „State of the Art“. Ein wichtiges Merkmal für diese Verlegungsart bei wärmegedämmten Dächern war die mindestens 2 cm hohe durchgehende Lüftungsebene zwischen Dämmung und Unterspannbahn. Eine Ausführungsvariante, die auch heute keineswegs überholt ist.

Mit den wachsenden Anforderungen des Wärmeschutzes Mitte der 1980er-Jahre wurde die Forderung laut, auch die 2 cm der Belüftungsebene für die Dämmung zu nut-zen. Dem entsprach die Industrie mit der Entwicklung diffusionsoffener Bahnentypen, deren Einsatz die sparrenhohe Wärmedämmung möglich machte. Die notwendige Lüftungsebene wanderte in den über der Bahn liegenden Konterlattenzwischenraum; die Be- und Entlüftungsöffnungen zwischen
Wärmedämmung und Unterspannbahn konnten entfallen und die Lüftungsführung am First wurde einfacher. Diese Verlegungsart der Zusatzmaßnahme etablierte sich sehr schnell als Standardlösung bei gedämmten Steildächern und wurde bei der Überarbeitung und Neustrukturierung der Fachregeln 1997 als sogenannte „Unterdeckung“ klassifiziert.

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