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ERBSCHAFTSSTEUER: Keine Bedenken beim Schenken

Seit Januar 2009 werden vererbte oder verschenkte Häuser, Wohnungen und Unternehmen nach Ihrem tatsächlichen Verkehrswert bewertet. Wenn gleichzeitig Schulden von den Erben übernommen werden können diese vom Erbschaftssteuerwert abgezogen werden.

Foto: rami halim, istockphoto.com
Seit Januar 2009 vererbte oder verschenkte Häuser, Wohnungen und Unternehmen werden nach ihrem tatsächlichen Verkehrswert bewertet. „Erben, die gleichzeitig Schulden übernehmen, können diese Schulden vom Erbschaftsteuerwert abziehen“, sagt Klaus Küspert von der Beratergruppe Munkert Kugler + Partner in Nürnberg. Wichtig: Nutzungsrechte (z.B. Nießbrauch) können Schulden sein. Nießbrauch ist eine interessante Variante, um Erbschafts- bzw. Schenkungsteuer zu sparen. Der Beschenkte erhält zwar das Eigentum, muss aber z.B. Einkünfte aus Vermietungen abgeben. Beispiel: Ein 50-jähriger Vater überträgt sein Mietshaus mit einem Verkehrswert von 1,3 Mio. Euro gegen lebenslänglichen Nießbrauch auf seine Tochter. Die Mieteinnahmen belaufen sich auf 100 000 Euro im Jahr. Nach Abzug der Betriebskosten beziffert sich der Jahreswert des Nießbrauchs auf 70 000 Euro. Laut Statistik lebt der Vater noch 28 Jahre, d.h. Der gesamte Nießbrauch
würde 1,9 Mio. Euro wert sein. Der Kapitalwert des Nießbrauchs übersteigt den Verkehrswert des Grundstücks. Da der Nießbrauch vom Schenkungswert abgezogen wird, bleibt die Schenkung steuerfrei. Überträgt der Vater hingegen erst im Alter von 66 gegen Nießbrauch, müsste die Tochter – trotz des hohen Freibetrags von 400 000 Euro – Steuern zahlen.
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