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Klare Strukturen und eine geradlinige Formensprache prägen den Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung in Heilbronn. Die neue Mensa setzt hier mit ihrer organischen Gestaltung und der Grünfläche einen besonderen Akzent. Um der Nutzung als begehbare und begrünte Fläche dauerhaft gerecht zu werden, kam eine druckfeste Schaumglasdämmung zum Einsatz, die auch Beanspruchungen durch Befahren oder Begehen standhält.

Die neue Mensa in Heilbronn ist eingebettet in den Campusplatz und erhebt sich dort als künstliche Hügellandschaft. Das Architekturbüro Auer Weber hat hier nicht nur den eigentlichen Speisesaal mit über 500 Sitzplützen sowie die Küche ins Erdreich eingebettet, sondern durch die organisch geformte Fläche darüber einen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen. Zudem konnte auf diese Weise die Freifläche für die Studenten erhalten bleiben.

Begehbare Gründachhügel

Die Hügel am Bildungscampus in Heilbronn sind begrünt und begehbar. Die Grünflächen im Dachbereich werden dabei mit einem Durchweg unterbrochen. Die senkrechten Flächen im Eingangsbereich und im Innenhof sind verglast und sorgen für reichlich Tageslichteinfall. Der Speisesaal befindet sich im größeren der beiden Hügelelemente. Über eine offene Treppe oder den verglasten Aufzug gelangen die Studenten in den Mensabereich im Untergeschoss. Der Speisesaal ist lichtdurchflutet und hell gestaltet. Weiße Säulen, der verglaste Innenhof sowie eine abgehängte Beleuchtung prägen den Raum und erzeugen eine angenehme Aufenthalts- und Lernatmosphäre. Insgesamt verbergen sich unter den beiden Hügeln rund 3200 m2 Geschossfläche, 700 m2 entfallen hierbei auf den Speisesaal. Über einen unterirdischen Tunnel ist die Mensa zudem mit der benachbarten Aula verbunden.

Gekrümmte Dachschale

Die Mensa erhebt sich auf dem Campusplatz mit zwei organisch geformten Dächern. Auf der höheren Seite steigt die Dachfläche auf bis zu 4,67 m an. Auf der jeweils gegenüberliegenden Seite ist die Dachfläche ebenerdig ansteigend. Eine Glasbrüstung, die in die Glasfront übergeht, dient der Absturzsicherung. Die beiden „Steildächer“ zeichnen sich durch unterschiedliche Steigungsverhältnisse von 0 bis 35 Grad aus.

 

 

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