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Das Ostseeheilbad Zingst liegt eingebettet zwischen Ostsee und Bodden inmitten des Nationalparks „Vorpommersche Boddenlandschaft“. Es ist der größte Ort der reizvollen Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst sowie jüngstes Ostseeheilbad in Mecklenburg-Vorpommern. Seit Sommer 2020 hat das beliebte Urlaubsziel eine weitere Attraktion zu bieten: Direkt am Strand von Zingst ist auf dem Gelände des Kindermuseums „Experimentarium“ eine prachtvolle Hansestadt entstanden.

Vor den typischen Giebeln der Hansezeit erheben sich die Masten eines besonderen Schiffs, das hier vor Anker gegangen ist. Beim Näherkommen offenbart sich den Besuchern des Kindermuseums ein gewaltiges begehbares Spielschiff, das nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt, sondern auch die Fantasie vieler Erwachsenen beflügelt. Auch wenn dieses Schiff nicht in See stechen wird, galt es, den hölzernen Zweimaster wind- und wetterfest zu machen, damit er den Benutzern noch viele Jahre ungetrübte Spielfreude bereiten kann.

Hohe Qualitätsansprüche

Der Entwurf für dieses Spielschiff stammt von der Firma Richter Spielgeräte, die im bayerischen Frasdorf ansässig ist. Vor über 50 Jahren hatte die Firmengründerin Hilde Richter die Idee, Holzspielgeräte für Kinderspielplätze zu bauen, die bis dahin vorwiegend von Stahlkonstruktionen geprägt waren. Damals ahnte noch niemand, wie erfolgreich sich das Unternehmen entwickeln würde, das inzwischen in dritter Generation familiengeführt ist und immer noch auf ehrliches Handwerk setzt. Heute beschäftigt das Unternehmen über 100 Mitarbeiter, die die Spielgeräte entwickeln, produzieren und in über 40 Länder exportieren.

Ein Plus an Sicherheit

Mit der Ausführung des Spielschiffs beauftragte die Firma Richter Spielgeräte einen Betrieb aus der Nachbarschaft: die Dachdeckerei und Zimmerei von Sebastian Schlosser in Frasdorf. Die Zimmermannsarbeiten wurden am Firmensitz von Sebastian Schlosser ausgeführt, ebenso die Schulung der Dachdecker zu den Abdichtungsarbeiten durch den Anwendungstechniker Alexander Hajek, der dieses besondere Projekt für den EPDM-Hersteller Carlisle betreute. Diesen Service bietet der Hersteller allen Kunden an, die das erste Mal mit den EPDM-Produkten arbeiten. „Auch wenn unsere Produkte einfach und sicher zu verarbeiten sind, legen wir großen Wert darauf, unsere Neukunden vor der Erstverlegung umfassend zu schulen“, erklärt Alexander Hajek. „So geben wir auch erfahrenen Handwerkern ein Plus an Sicherheit, denn auf der Baustelle sollen ja keine Fehler mehr passieren.“

 

Nachdem alle Komponenten für das Spielschiff fertiggestellt waren, ging es auf die Reise an die Küste: Die Einzelteile wurden auf einen Lkw geladen und nach Zingst transportiert, wo sie innerhalb einer Woche auf dem Gelände des Kindermuseums montiert wurden. Anschließend machten sich die Dachdecker an die Abdichtung des Schiffsdecks.

Frei bewitterte Dachfläche

Der Produktkatalog von Richter Spielgeräte umfasst inzwischen fast 1000 Geräte, von Wippen über Klettergerüste und Spielhäuschen bis zu besonderen Objekten wie diesem Spielschiff. Routine kommt dabei nicht auf, denn jedes Projekt ist einzigartig. Was die Spielgeräte gemeinsam haben: Hinter jedem einzelnen von ihnen stecken von Anfang an viel Planung und die Liebe zum Detail.

Bei diesem Projekt stellte das Deck des Spielschiffs eine besondere Herausforderung für die Baubeteiligten dar. Es entspricht einer frei bewitterten Dachfläche und erfordert somit eine oberseitige Abdichtung. Diese sollte möglichst nachhaltig sowie einfach und sicher zu verarbeiten sein und eine möglichst lange Nutzungsdauer haben. Daher fiel die Entscheidung auf eine Abdichtung aus dem Synthesekautschuk EPDM. Der Hochleistungswerkstoff überzeugt nicht nur durch dauerhaft elastisches Verhalten und eine sehr hohe Alterungsbzw. Witterungsbeständigkeit; er lässt sich zudem ohne offene Flamme und somit ohne
Brandgefahr verlegen – ein besonderer Vorteil bei der Verarbeitung auf hölzernen Untergründen. Das Material ist halogen- und weichmacherfrei, hat eine gute Ökobilanz und lässt sich umweltschonend recyceln.

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